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Schule inklusiv gestalten



Vollständiger Titel:

Schule inklusiv gestalten - Entwicklung fachdidaktischer Konzepte und organisatorischer Strukturen einer inklusiven Schule.

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Kürzel:

SING

Bildungsbereiche:

Primarstufe, Sekundarstufe, weiterführende Bildung (berufsbildende Schulen)

Leitung & wissenschaftliche Mitarbeiter_innen:

Leitung:

Teilprojekt A, B, D:
Prof. Dr. Anke Langner (Verbundkoordinatorin)

Teilprojekt C:
Anzhela Preissler


Wissenschaftliche Mitarbeiter_innen:

Teilprojekt A:
Jan Steffens
David Jugel
Judith Jung
Katrin Wesemeyer
Clemens Milker
Annekathrin Pollmann
Jasmin Hoch
Julia Matusche

Teilprojekt B:
Dr. Marlis Pesch

Teilprojekt C:  
Dr. Ariane Otto
Fanny Hösel
Melanie Vielstich

Teilprojekt D:
Daniel Martin

Kurzbeschreibung:

Das Projekt SING folgt der Argumentation vieler Publikationen, die hinsichtlich der Etablierung der inklusiven Schule auf die dringende Beteiligung der Fach- bzw. Berufsdidaktiken verweisen. Dies schließt die Einbeziehung der sonderpädagogischen Expertise zur Entwicklung eines inklusiven Fachunterrichts - also Unterricht, der jede_n einzelne_n Schüler_in in seiner/ihrer Kompetenzentwicklung möglichst wirksam unterstützt und befähigt - explizit ein. SING verknüpft die fach- bzw. berufsdidaktische mit der sonderpädagogischen Perspektive (spezifisch der diagnostischen) in der Ausbildung von Lehrer_innen. Dafür werden die empirischen Ansätze des fallbasierten, forschenden Lernens und der reflexiven Fallanalyse mit dem eher theoriegeleiteten Ansatz der berufs- bzw. fachdidaktischen Entwicklung von Lernsettings verknüpft.  Ziel ist es, ein Instrument zu erarbeiten, durch das die fachspezifische Diagnostik der Lernstände der Lernenden mit der fach- bzw. berufsdidaktischen Analyse der Aneignungsgegenstände verbunden und die darauf aufbauende Inszenierung von Lernsettings (Handlungsstrukturanalyse) abgeleitet werden kann. Letzteres impliziert eine ziel- und prozessdifferenzierte Erschließung von Aneignungsgegenständen durch die Lernenden, was Wahrnehmungs-, Erkenntnis- und Interiorisationsprozesse einschließt.

Die didaktisch entwickelte Lernumgebung, welche Lernimpulse/Aufgaben und Lernmaterialien umfasst, wird bildungstechnologisch aufbereitet und über eine responsive Lernplattform allen Beteiligten zur Verfügung gestellt. Hierüber werden auch Lernergebnisse bzw. -produkte erfasst und für die prozessbegleitende Lernstandserhebung und Beratung ausgewertet. Studierende untersuchen, entwickeln, erproben und evaluieren Lehr-Lern-Settings, wodurch Universität und Schule als inklusive Lernorte etabliert und weiterentwickelt werden. Betreut werden sie von bi-professionellen Dozent_innenteams aus Fachdidaktik und Sonderpädagogik. Prozess- und somit projektbegleitend werden Kompetenzen der Student_innen erhoben und analysiert, um Aussagen über die Wirksamkeit der Maßnahme hinsichtlich des Aufbaus von Lehrkompetenzen für inklusiven Fachunterricht treffen und ggf. Adaptionen im Lehrkonzept zeitnah realisieren zu können.

Neben den subjektorientierten Interventionen auf Mikroebene werden auf der organisationalen Mesoebene sowohl schulinterne und -externe Strukturen wie auch organisationsspezifische Prozesse der beteiligten Schulen analysiert. Ausgehend von den je individuellen Bedarfen der untersuchten Einrichtungen entstehen schulspezifische Pilot-Organisationsmodelle, die die für Inklusion relevanten Handlungsdimensionen abbilden. Über anwendungspraktische Leitfäden für die Implementierung eines Prozessmanagements werden die Schulen auf ihrem Weg hin zur inklusiven Schule unterstützt.

Schlagworte:
fachdidaktische Diagnostik, inklusiver Fachunterricht, inklusive Schulorganisation, Schulentwicklung

Zielgruppen:

Lehrkräfte, Studierende und Dozierende in der Lehrer_innenbildung

Fragestellung:

Ziele des Projektes sind

a) die inklusionsbezogene, fachdidaktische Theorieentwicklung unter Einbeziehung diagnostischer (sonderpädagogischer) und schulorganisatorischer Ansätze.

b) die Erarbeitung von fachspezifischen und fächerübergreifenden Konzepten bzw. Maßnahmen für die Qualifizierung pädagogischer Fachkräfte für inklusive Bildung in den verschiedenen Schulstufen und -formen unter Berücksichtigung der Übergänge zwischen diesen (TP A Unterprojekt 1).

c) die projektbegleitende Qualifizierung der Lehrenden an der Universität durch die Projektarbeit, die Fachdidaktiken und Inklusionspädagogik verbindet. (TP A & B).

d) die Qualifizierung der Studierenden durch die entstehende innovative Lehre bei der Fachdidaktiken und Inklusionspädagogik verbunden arbeiten (TP A Unterprojekt 2).

e) die Fortentwicklung von erforderlichen inklusionspädagogischen, theoretischen und praxisbezogenen Inhalten der Qualifizierungsphase (TP A, B & D).

f) die Konzeptualisierung bzw. Identifizierung der für inklusive Bildung erforderlichen Kompetenzen der Lehrenden an Schule und Universität (TP B).

g) die Identifizierung von Gelingensbedingungen inklusiver Bildung (TP A), (Weiter-) Entwicklung von Transferinstrumenten (TP D & E) sowie die Evaluation von Interventionsvorhaben im Bereich der Professionalisierung der Fachkräfte (TP E und in Phase 2 für alle TP geplant).

h) die Fortentwicklung der Organisation Schule hin zur „Inklusiven Schule“, d.h. Förderung von Flexibilität, Veränderungsbereitschaft und Innovationsbereitschaft mit einem weiterentwickelten Prozessmanagementsystem als Basis (TP C).

Methodisches Vorgehen:

Forschungsdesign_SING

Teilprojekt A:
Design Based Research (Raimann), Entwicklung von Diagnoseinstrumenten (verstehender Zugang zur Schüler_innenperspektive), Interview, Fragebogen, Videographie von Untersuchungssettings

Teilprojekt B:
mixed-methods-design, Methode der kritischen Ereignisse (critical incidents), Gruppendiskussion, Interview, qualitative Inhaltsanalyse, Fragebogenerhebung (quantitativ)

Teilprojekt C:
Balanced Score Card

Förderkennzeichen:

01NV1720A-C

Laufzeit:

01.01.2018 - 31.12.2020

Universitäten:

Kontakt/Postadresse:

Teilprojekt A, B, D, E:
Technische Universität Dresden
Fakultät Erziehungswissenschaften
Lehrstuhl für Erziehungswissenschaft mit dem Schwerpunkt „Inklusive Bildung“
Weberplatz 5
01062 Dresden

Bergische Universität Wuppertal
Fakultät für Maschinenbau und Sicherheitstechnik. Maschinenbau.
Gaußstraße 20
42119 Wuppertal

Teilprojekt C:
Fraunhofer-Gesellschaft zur Förderung der angewandten Forschung e.V. Leipzig
Fraunhofer-Zentrum für Internationales Management und Wissensökonomie IMW
Abteilung Unternehmensentwicklung im internationalen Wettbewerb
Gruppe Qualifizierungs- und Kompetenzmanagement
Neumarkt 9-19
04109 Leipzig


Kontakt Projektkoordination:

anke.langner@tu-dresden.de