Inklusive Bildung – also gemeinsame Lehr-Lernprozesse von Menschen mit unterschiedlichen Lern- und Leistungsvoraussetzungen – ist eines der zentralen Anliegen der aktuellen Bildungspolitik. Sie bildet die Grundlage für persönliche Entwicklung, soziale Teilhabe und einen gleichberechtigten Zugang zum Arbeitsleben.

Im Jahr 2009 hat Deutschland die Konvention der Vereinten Nationen über die Rechte von Menschen mit Behinderungen (UN-Behindertenrechtskonvention) ratifiziert – und sich damit verpflichtet, ein inklusives Bildungssystem auf allen Ebenen zu gewährleisten. Ziel ist es, Menschen mit Behinderungen über alle Bildungsetappen – von der frühkindlichen über die schulische Bildung bis zur beruflichen Aus-, Fort- und Weiterbildung einen gleichberechtigten Zugang zu qualitativ hochwertiger Bildung zu ermöglichen.

Damit inklusive Bildung in der Praxis erfolgreich sein kann, hat das BMBF 2016 die Förderrichtlinie „Qualifizierung der pädagogischen Fachkräfte für inklusive Bildung“ ausgeschrieben. Ziel ist es, die Qualifizierung der pädagogischen Fachkräfte in allen Bildungsbereichen besser auf inklusive Lehr-Lernprozesse auszurichten.

In der Förderrichtlinie werden 39 Forschungsprojekte (21 Einzelprojekte und 18 Verbundprojekte) gefördert. Die ersten Projekte haben im Oktober 2017 die Arbeit aufgenommen.